Uschi Braun und Christoph Kistner,
Am See, 76761 Rülzheim

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+++ Die ersten Küken 2017 sind da +++ 1. Mai 2017: Pamina Bauernmarkt +++

Über uns

Uschi Braun und Christoph Kistner, die Gründer und Eigentümer von Mhou, befassen sich seit 1991 mit der Haltung und Zucht von Straußen. Bevor sie 1993 die Straussenfarm Mhou gründeten, informierten sie sich ausführlich über Verhalten und Bedürfnisse der Strauße - u.a. in Zimbabwe, wo sie die landwirtschaftliche Straußenhaltung von Grund auf lernten.

Uschi Braun
Ihr Lebensweg schien eigentlich schon in der Kindheit vorgezeichnet: Entflogene Vögel flogen ihr zu, entlaufene Schildkröten kreuzten ihren Weg, ihre größte Freude war ihr Hund. Tiere, so dachte jeder, gehörten zu ihr wie das Salz in die Suppe.

Trotzdem kam zunächst alles anders: Nach "Wanderjahren" durch die Welt als Stewardess bei der Deutschen Lufthansa, einem dreijährigen Studium in den USA und Studienjahren in Deutschland arbeitete Uschi Braun als Journalistin - zunächst bei Printmedien und Fernsehen, dann als Radio-Reporterin beim damaligen Süddeutschen Rundfunk.

Umwelt, Natur und Landwirtschaft waren von Anfang an ihr Spezialgebiet. Und als sie mit ihrem Mann und Kollegen Christoph Kistner von der Stadt aufs Land gezogen war, festigte sich schnell der Wunsch, in diesem Bereich selbst zu arbeiten. Die "Mhou-Farm", zunächst eine Idee, wurde zum Lebensprojekt.

Zwei Jahre lang recherchierten Uschi Braun und Christoph Kistner in der ganzen Welt, gingen auf Farmen in Zimbabwe in die Lehre und kamen schließlich zum Schluss: Eine Straußenfarm kann eine Chance sein - artgerechte Nutztierhaltung zum wirklichen Nutzen des Menschen. Die Mhou-Farm startete mit der Hoffnung auf ein lebenswerteres Leben für Mensch und für Tier - heute kein Wunschtraum mehr, sondern Realität!

Uschi Braun, die sich jahrelang intensiv mit dem Verhalten von Straußen beschäftigt hat, wird heute selbst im südlichen Afrika als Expertin für artgerechte Straußenhaltung anerkannt. Sie ist bei artgerecht e.V. - dem Berufsverband Deutsche Straußenzucht - und bei den internationalen Dachverbänden für Fragen des Tierschutzes zuständig und gibt ihr Wissen als Fachautorin und Referentin weiter. "Hauptberuflich" ist sie Geschäftsführerin der Straussenfarm Mhou und im Vertriebsunternehmen MhouProducts für Produktauswahl und Design verantwortlich.

Uschi Braun über den Strauß:
"Der Strauß ist ein gigantisches Tier. Nicht nur, was seine Körpergröße angeht oder die Größe seiner Eier, sondern auch sein Verhalten: Der Hahn verteidigt sein Revier gegen Eindringlinge, bereitet ein Nest, die Familie brütet hingebungsvoll und kümmert sich um ihre Küken, der Strauß balzt und tanzt und befreundet sich mit dem Menschen, ohne sich zu unterwerfen. Das alles und noch viel mehr zu erleben, ist gigantisch.

Gigantisch sind schließlich auch die Produkte, die wir von unseren Tieren erhalten. Eier, aus denen wahre Kunstwerke werden, Federn, zart wie ein Lufthauch, Leder, dessen einzigartige Strukturen jedes Stück zu einem Unikat machen, Fleisch, das mager, lecker und völlig natürlich erzeugt ist und von Tieren kommt, die eine Vielfalt von artspezifischen Verhaltensweisen ausleben dürfen. Wenn wir Tiere nutzen, dann ist ein unbeschwertes, möglichst schönes Leben das Mindeste, was wir ihnen schulden."

Christoph Kistner
Nach Studium und Vagabundenjahren in Musikbranche und Gastronomie wandte sich Christoph Kistner seinem erklärten Traumberuf zu, dem Journalismus. Der Tageszeitung folgte ab 1980 das Mikrofon: Beim damaligen Süddeutschen Rundfunk arbeitete der "Journalist mit Leib und Seele" zunächst als freier Hörfunk-Reporter und Moderator, danach als Redakteur, Teamchef und verantwortlicher Programmplaner.

Doch der Wandel zum oberflächlichen "Einschaltquotenjournalismus" machte aus dem Traumberuf mehr und mehr eine Enttäuschung. Dann, nacheinander, kamen Uschi Braun, der Wunsch nach Veränderung im Leben - und die Strauße.

Dem Gourmet und begeisterten Hobbykoch war klar, dass auf dem hart umkämpften Fleischmarkt eine völlig neue Fleischsorte nur dann eine Chance hat, wenn sie besondere ernährungsphysiologische Qualitäten bietet und von wirklich artgerecht gehaltenen Tieren stammt. Beide Kriterien erfüllte der Strauß - nur mussten Verbraucher und Behörden informiert und überzeugt werden.

Christoph Kistner initiierte 1993 deshalb den "Bundesverband Deutscher Straußenzüchter e.V." (bds), den er dann 10 Jahre lang u.a. als Vorstandssprecher, Präsident und Geschäftsführer formte. Er bahnte bei Behörden und Tierschutzverbänden einen mühsamen Weg durch den Dschungel von Vorurteilen und Ressentiments - auch als Präsident des europäischen Zuchtverbandes EOA, Initiator des Nachfolgeverbandes EOC (2002) und Vorstandsmitglied des Weltverbandes IOA.

Im Juli 2003 gründete Christoph Kistner artgerecht e.V., den Berufsverband Deutsche Straußenzucht, als Ergänzung und politisches Gegengewicht zum "Bundesverband Deutscher Straußenzüchter". Der hatte sich zuvor zu einem Sammelbecken vor allem für Hobby- und Kleinhalter entwickelt, während sich Christoph Kistner stets für eine professionelle, tierschutzgerechte Straußenhaltung einsetzte.

Christoph Kistner ist bei der Straussenfarm Mhou vor allem für Marketing zuständig. Außerdem ist er Geschäftsführer des Vertriebsunternehmens MhouProducts und der Mhou-Park GmbH. Seit 1999 ist er öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Straußenzucht und Straußenhaltung - weltweit der erste! - und außerdem als Fachautor sowie international immer wieder als Referent tätig (u.a. bei Kongressen in Barcelona, Hong Kong, Paris, Port Elizabeth, Pretoria, Warschau und Wien sowie an den Universitäten Gießen, München und Wien).

Christoph Kistner über den Strauß:
"Es war Liebe auf den ersten Blick: Der Strauß vor mir, riesig, aufmerksam, anmutig, eigenwillig - ein Charakter wie meine Katze, nur so unendlich viel größer, stärker, beeindruckender. Große Augen, die Dich anschauen und gleichzeitig die ganze Umgebung im Blick haben. Immer wachsam und schreckhaft, dann aber wieder sofort bereit, Revier und Familie zu verteidigen. Und dennoch vertrautes Lebewesen, das meine Annäherung duldet - so lange es mag!

Ich habe lang gezweifelt: Darf ich Tiere, die mich faszinieren, auch nutzen? Zwei Argumente haben mich schließlich überzeugt: Unseren Tieren geht es gut - sie leben in Würde. Und sie bringen uns Erzeugnisse, die den Menschen helfen und damit unser Leben bereichern."